Der Johannisbrotbaum

Der Karobbaum wird auch Karubenbaum oder Johannisbrotbaum genannt und gehört zu der Familie der Hülsenfrüchtler. Diese Art kommt im Mittelmeerraum und in Vorderasien vor und ist ein äusserst hitzebeständiger, immergrüner Baum der Wuchshöhen bis 20m erreicht. Er hat froststabiles, nicht schwindendes, sehr hartes Holz mit rustikaler, herrlich roter Zeichnung.

copyright: Rena BayerAus den unangenehm riechenden Blüten werden erst grünliche, und später schokoladenbraune Hülsenfrüchte mit ledriger Schale von 10 bis 25cm Länge. Das Fruchtfleisch, das sogenannte Carob, ist anfangs weich und süss, wird später hart und ist lange haltbar. Das Wort stammt ab vom Arabischen "Charrub".

Die nahrhafte Hülsenfrucht wird traditionell frisch oder getrocknet verzehrt, zu Saft (Kaftan) gepresst, zu Sirup verarbeitet oder zu alkoholischen Getränken (z.B. Palo) vergoren. Auch der Kaftanhonig wird aus dem Johannisbrot gewonnen. Hauptsächlich in Biomärkten ist ein Nougat-ähnlicher Aufstrich erhältlich, der ca. 20% Carob-Pulver enthält.copyright: Rena Bayer

Die sehr harten, unverwüstlichen Samenkerne, aus denen das Carubenmehl (Carubin) gewonnen wird hatten früher auch eine weitere Bedeutung: da die Samenkörner ein konstantes Gewicht von rund 200mg aufweisen wurden sie in der Antike als Wägeeinheit für Diamanten verwendet. Daran erinnert die noch heute gebräuchliche Bezeichnung "Karat" (griech. Keration). Um die Entstehung des Namens "Johannisbrot" gibt es eine legende: Johannes der Täufer soll sich von diesem Baum während seines Aufenthalts in der Wüste ernährt haben (wilder Honig, Matthäus 3.4).